15 Jahre Hospiz Emmaus - ein Ort des Lebens

Gesundheitsministerin Bachmann, Landrat Recktenwald, Gesellschaftervertreter und Leitung des Hospizes

31.05.2016

Gesundheitsministerin Bachmann und Landrat Recktenwald gratulierten zum Jubiläum und dankten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern "für die geleistete Arbeit als wichtiger Begleiter für Menschen, die auf ihrem Lebensweg einen Ort der Zuflucht gesucht haben." Für diese Aufgabe wünschten sie "auch weiterhin viel Kraft, Energie und das erforderliche Einfühlungsvermögen."

 

St. Wendel (as). „Seit 15 Jahren ist das Hospiz Emmaus St. Wendel ein Ort des Lebens und bietet schwerstkranken und sterbenden Menschen eine Herberge für ihre letzten Lebenstage“, so Gesellschaftervertreter Christoph Drolshagen anlässlich der Festveranstaltung zum 15jährige Bestehen des Hospizes Ende November im Kulturzentrum St. Wendel. Etwa 220 Gäste betreuen die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter jedes Jahr und helfen ihnen, die Zeit bis zu ihrem Sterben selbstbestimmt und in Würde zu leben. Schon bei der Einweihungsfeier vor 15 Jahren zeigte sich, dass mit dem Hospiz eine Lücke in der Versorgung von sterbenden Menschen geschlossen werden würde: Vom ersten Tag an war die Nachfrage groß. Inzwischen ist die Einrichtung, die damals als Bundesmodellprojekt vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wurde, aus dem nördlichen Saarland nicht mehr wegzudenken, freut sich Geschäftsführer Winfried Schäfer. Auch in der Bevölkerung ist das Hospiz fest verankert. Zahlreiche Menschen aus St. Wendel und Umgebung unterstützen es tatkräftig durch ehrenamtliche Mitarbeit und großzügige Spenden. Auf die Spenden sei das Hospiz Emmaus auch weiterhin dringend angewiesen, denn nach wie vor würden nicht alle Kosten durch die Krankenkassen refinanziert, so Drolshagen.

 

In den vergangenen 15 Jahren habe sich viel getan in der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen im Saarland, berichtete Monika Bachmann, die saarländische Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Zusammen mit fünf SAPV-Teams (zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung), den Palliativstationen zahlreicher Krankenhäuser und ambulanten Hospizen trage das Hospiz Emmaus dazu bei, dass schwerstkranke Menschen ihre letzten Tage in Würde und weitgehend symptomfrei verbringen können.

 

Im Rahmen der Feierstunde unterzeichneten Landrat Udo Recktenwald, Winfried Schäfer und Nikolaus Schorr, der Gesellschaftervertreter der Christlichen Hospizhilfe e.V. die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Damit unterstützen sie das Anliegen der Charta, die sich für Menschen einsetzt, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Unter der Überschrift Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen haben zahlreiche Experten und 50 Organisationen und Institutionen fünf Leitsätze und die dazugehörigen Erläuterungen erarbeitet, die im September 2010 veröffentlicht wurden. Die Leitsätze spiegeln die gesellschaftlichen Herausforderungen, die Anforderungen an die Versorgungsstrukturen, Aus-, Weiter- und Fortbildungen, Entwicklungsperspektiven und Forschung sowie die internationale Dimension von anerkannten Standards zur Palliativversorgung wider. Inzwischen haben 1.329 Organisationen und 14.575 Einzelpersonen in Deutschland die Charta unterzeichnet. – Zu ihnen gehört auch die Marienhaus Stiftung.

 

Wie sehr eine gute palliative Betreuung, zu der neben der Kontrolle der Krankheitssymptome auch eine liebevolle Begleitung gehört, den Wunsch, sterben zu wollen, beeinflussen kann, zeigte Ursula Kaspar in ihrem Vortrag Der Sterbewunsch als Herausforderung für die Hospizarbeit. Die Seelsorgerin am Caritas-Klinikum Saarbrücken schilderte ihre Erfahrungen in der Begleitung schwerstkranker Patienten. Nicht jeder Patient meine dasselbe, wenn er sagt „Ich möchte sterben.“ Es könne heißen: „Ich will so nicht mehr leben“ oder „Ich möchte meinen Angehörigen nicht mehr zur Last fallen“ oder „Ich will nicht qualvoll verrecken“. Vielfach lebten  diese Patienten zufrieden bis zu ihrem Tod, wenn ihre Symptome behandelt werden und ihnen mit echter Wertschätzung begegnet wird. „Es ist unsere Aufgabe in den Hospizen und Palliativstationen, den Sterbenden zu vermitteln, dass sie wertvoll und einzigartig sind“, so Kaspar. Und das leisten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter im Hospiz Emmaus täglich seit 15 Jahren.

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